Methoden

Anlass

Fall

Am Ort eines Eingriffs gilt der Standort als geeignet. Zu prüfen ist das Sediment nach dem Eingriff, die Tiefen richten sich nach der zerstörten und den angrenzenden Wiesen. An einem anderen Ort ist eine gründliche Standortanalyse nötig, mit dem Verbreitungsmodell als Grundlage.

Paul, O'Corcora, Lattuada, Reusch (2024), S. 1 · doi:10.5281/zenodo.14408696

Pflanzfenster

Mitte Mai bis Ende Juni. Im Juli nur in flachem Wasser und nach Prüfung im Einzelfall.

Paul, O'Corcora, Lattuada, Reusch (2024), S. 2 · doi:10.5281/zenodo.14408696

Ohne Quelle

Pflanzen ohne Eingriff nennt die Handreichung nicht.

Wie viel Fläche ein Eingriff verlangt, legt die Behörde fest.

Eingrenzen

Habitatmodell

Zehn Modelle sagen je Pixel, ob dort Seegras wachsen kann. Das Raster „Binomial“ enthält den Anteil der Modelle, die Ja sagen. „≥10 Modelle“: alle zehn sagen Ja. „Binomial“: mindestens fünf, also die Mehrheit. „≥1“: mindestens eines. Vorgabe ist „Binomial“.

Tiefe

Gepflanzt wird in der Tiefe, in der Seegras in der Nähe wächst. Das DST nimmt den Tiefenbereich der Seegrasflächen 2023 im Suchraum. Gibt es dort keine, nimmt es die Wiesen im kleinsten Umkreis von 5, 10, 20 oder 40 km, in dem es welche gibt. Der Planer kann den Bereich enger stellen.

van Katwijk, Bos, de Jonge, Hanssen, Hermus, de Jong (2009) · doi:10.1016/j.marpolbul.2008.09.028

Ohne Seegras

Bestehende Wiesen werden nicht bepflanzt. Ihr Schutz hat Vorrang.

Paul, O'Corcora, Lattuada, Reusch (2024), S. 2 · doi:10.5281/zenodo.14408696

Mindestgröße

Flächen kleiner als 0,1 ha zeigt das DST nicht. Der Planer kann den Wert ändern.

Lücken überbrücken

Flächen, die höchstens 100 m auseinanderliegen, zählen als eine Fläche. Die Lücke zählt nicht zur Fläche. Der Planer kann den Abstand ändern oder das Überbrücken ausschalten.

Ohne Quelle

Schutzgebiete, Kabel und Leitungen und Klappstellen schließen eine Fläche nicht aus. Sie verlangen Zustimmungen, das DST markiert sie.

Für das Sediment gibt es keine Daten; es wird in der Erkundung geprüft.

Für Bundeswasserstraßen und Fahrrinnen gibt es keine Daten.

Kurzliste

Vergleich mit den Wiesen

Das DST vergleicht jede Fläche mit den drei nächsten Seegrasflächen 2023, auf jedem Layer des Schritts. Es nimmt den Mittelwert über die Fläche. Liegt er zwischen dem kleinsten und dem größten Wert in den drei Wiesen, liegt der Layer im Bereich der Wiesen. Ein Strahl zeigt beides: grün die Spanne der Wiesen, dunkel die Spanne der Fläche, ein Strich ihr Mittel. Bei Layern mit Klassen, etwa der Wellenenergie, zählt die häufigste Klasse der Fläche. Bei Ja/Nein-Layern, etwa „Mindestens 10 Modelle“, zählt der Anteil der Fläche mit Ja, gegen den kleinsten und den größten Anteil der drei Wiesen.

Reihenfolge

Zuerst stehen die Flächen, bei denen die meisten Layer im Bereich der Wiesen liegen. Bei Gleichstand steht die Fläche mit dem höheren Binomial-Wert vorn. Der Planer kann die Reihenfolge ändern.

Abstand der Flächen

Mehrere Flächen an verschiedenen Orten verteilen das Risiko eines Ausfalls. Das DST nennt, wie weit die Flächen zum Betauchen auseinanderliegen.

van Katwijk, Bos, de Jonge, Hanssen, Hermus, de Jong (2009) · doi:10.1016/j.marpolbul.2008.09.028

Ohne Quelle

Schutzgebiete, Kabel und Leitungen und Klappstellen gehen nicht in den Vergleich ein. Das DST zeigt, was eine Fläche berührt.

Ob eine Fläche betaucht wird, entscheidet der Planer.

Spender

Pflanzdichte

Sprosse je m² Pflanzfläche. An drei Pilotstandorten in Schleswig-Holstein wurden 8–16 Sprosse/m² getestet, in Dänemark 5 Sprosse/m² mit einer anderen Pflanzmethode. Genannt sind auch etwa 50.000 Sprosse je ha, das entspricht 5 Sprossen/m². Das DST rechnet mit 8 Sprossen/m², dem unteren Wert aus Schleswig-Holstein. Im Vorhaben einstellbar.

Paul, O'Corcora, Lattuada, Reusch (2024), S. 2 · doi:10.5281/zenodo.14408696

Spenderwiese

Möglichst nah und unter ähnlichen Bedingungen, auch in ähnlicher Tiefe. Mindestens 400 Sprosse/m² im Sommer. Höchstens 5 % der Wiese ernten. Daraus folgt mindestens 2.500 m² Spenderwiese je ha bei 50.000 Sprossen je ha.

Paul, O'Corcora, Lattuada, Reusch (2024), S. 2 · doi:10.5281/zenodo.14408696

Tauchstunden

Sehr erfahrene Tauchende ernten bis zu 1.000 Sprosse je Stunde und pflanzen bis zu 500 Sprosse je Stunde, wenn ein Team im Boot die Sprosse vorbereitet.

Paul, O'Corcora, Lattuada, Reusch (2024), S. 3 · doi:10.5281/zenodo.14408696

Methode

Einzelsprosse, von ausgebildeten Tauchenden gepflanzt. Alle erfolgreichen Pflanzungen der letzten zehn Jahre in der westlichen Ostsee nutzten diese Methode. Soden und vorgezogene Pflanzen lassen sich nicht auf 1 ha und mehr skalieren, Aussaat ist noch nicht anwendbar.

Paul, O'Corcora, Lattuada, Reusch (2024), S. 2 · doi:10.5281/zenodo.14408696

Ohne Quelle

Für die genetische Vielfalt der Spenderwiesen gibt es keine Daten.

Für die Sprossdichte der Seegrasflächen 2023 auch nicht; sie wird in der Erkundung gemessen.

Erkundung

Sediment

Geröll, Geschiebemergel und fossiler Torf sind ungeeignet. Wenig Muscheln sind von Vorteil.

Paul, O'Corcora, Lattuada, Reusch (2024), S. 2 · doi:10.5281/zenodo.14408696